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Biorhythmus und Kreativität

Aktualisiert: 26. Feb. 2021

Zu welcher Tageszeit ist Ihre Kreativität auf dem Höhepunkt? In unserem Fall sitzen Kreativität und Verrücktheit kaum näher beieinander als wir am Frühstückstisch. Das ist vielleicht mit ein Grund, warum wir als Freiberufler auch am Wochenende arbeiten. Kaum hat man die ganze Woche über recherchiert, Texte gewälzt und geschrieben, wieder umgeschrieben und übers Wochenende zur Seite gelegt, fängt der ausgeruhte Kopf nach ausgiebigem Frühstück fröhlich an zu blubbern. Die meisten realisierten Ideen oder neuen Lösungsansätze für festgefressene Problem wurden beim Frühstück geboren. Erstes Fazit: die Tageszeit unserer Wahl für Kreativität orientiert sich am Frühstück.



Beste Tageszeit für Kreativität
Belegen Studien die beste Zeit für Kreativität?


Studien zu Tageszeit und Kreativität


Sie werden diesen Artikel aber wahrscheinlich in der Hoffnung lesen, dass Sie eine konkrete Tageszeit erfahren, in der die Kreativität nur so sprudelt. Da verweise ich als Nicht-Neurologe auf einen wissenschaftlichen Artikel: "Chronobiologische Arbeitsgestaltung" von Dr. Martin Braun, Fraunhofer IAO, der wiederum auf weitergehende Studien zu Biorhythmus und Leistungsfähigkeit verweist. Kurz zusammengefasst: Laut einer Tabelle in diesem Artikel scheint die beste Tageszeit für Kreativität zwischen 10 und 11 Uhr vormittags zu liegen. Ist es ein Zufall, dass unser spätes Frühstück zu dieser Tageszeit stattfindet?


Es gibt noch weitere interessante Studien zu Lichtfarbe am Arbeitsplatz und die Auswirkung auf die Arbeitsleistung und Stimmung. Aber da kommen wir wieder zu sehr in den Bereich Leistung rein und kreatives Arbeiten ist so eine besondere Form der Arbeitsleistung, dass ihr nicht jeder Artikel gerecht wird. Falls Sie sich dennoch einen Überblick verschaffen und so Ihre per App steuerbare smarte Beleuchtung optimal auf Ihren Biorhythmus einstellen möchten, hier ein paar Links:



Arbeitsatmosphäre und Kreativität



Ob unsere Frühstücks-Kreativität nun an der Tageszeit liegt, der Atmosphäre oder beides tatsächlich mit der uns umgebenden Lichtfarbe zusammenhängt, kann nicht abschließend geklärt werden. Die Kombination aus ausgeruht sein, etwas im Magen haben und entspannt zu sein wirkt sich bei uns jedenfalls extrem fördernd auf die Kreativität aus. Besonders an eigentlichen Nicht-Arbeitstagen trickst man sein Gehirn sozusagen aus: "Hey, wenn ich jetzt eine Idee weiter ausbaue, weil es mir grad Spaß macht, warum nicht". Das ist die Crux an Kreativität, wenn man einen kreativen Beruf hat: Sie gehört zur Arbeitsleistung dazu, aber funktioniert am besten, wenn man sich ein Umfeld schafft, das sich gar nicht nach Arbeit anfühlt. Wer also bisher gedacht hat, die Kreativen großer Firmen spielen in ihren Think Tanks nur rum, der hat wahrscheinlich recht - und dann wiederum auch nicht.


Schemen für Leistungsfähigkeit und Biorhythmus




Es gibt ja verschiedenste Einteilungen in Leistungstypen abhängig der Tageszeit, die wahrscheinlich bekannteste ist die mit Lerche und Eule. Wenn ich mich persönlich unbedingt in dieses Schema pressen soll, bin ich eindeutig eine Leuche. Ich kann sehr gut schon früh am Tag effektiv arbeiten, genauso aber auch abends ab 22:00 Uhr. Warum? Weil es sich gut arbeiten lässt, wenn das geschäftige Treiben eines Arbeitstages entweder noch gar nicht angefangen hat oder der Tag bereits geschafft ist und sich die Windungen im Kopf wieder entspannen. Vielleicht ist es abends auch das Unterbewusstsein, dass sich unter Einfluss zunehmender Müdigkeit öffnet und Kreativität begünstigt. Damit einher geht allerdings auch, dass ich mir das Ergebnis der vorangegangenen Nacht am nächsten Tag nochmal anschauen muss, bevor mein klares Denken das Arbeitsergebnis abschickt.


Ist Kreativität planbar?


Sollten Sie allerdings feststellen, dass Sie zwischen 10 und 11 Uhr, der Tageszeit Ihres wissenschaftlich verordneten Kreativitätszenits, auf ein weißes Blatt Papier oder einen blinkenden Cursor starren..., so lange bis Sie aufs Klo oder zur Kaffeemaschine müssen,


lassen Sie nicht den Kopf hängen. Vielleicht sind Sie auch eine Leuche, deren Biorhythmus sich nicht ums Schema und die Tageszeit schert. Außerdem spielen neben der Tageszeit viele weitere Faktoren eine Rolle, die sich nicht ad hoc umbiegen lassen, nur weil man die Deadline so vereinbart hat, dass man am Dienstag um 15:00 Uhr unbedingt kreativ sein muss. Unser Gehirn lässt sich zwar wie ein Muskel trainieren. Doch auch ein Sportler weiß , dass er seinem Körper nicht einerseits Höchstleistungen abverlangen kann während er ihm andererseits das Wasser abgräbt. Wie sieht's mit anderen Belastungen in Ihrem Leben aus, die Kapazitäten im Kopf verbrauchen? Schlafen Sie genug? Und ebenso wichtig: Frühstücken Sie gut?



Diese Idee zu dieser Comic-Reihe entstand beim Frühstück und war seither eine willkommene Abwechslung zur Textarbeit.



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